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Wirtschaftsprüfungsseminar im Herbstsemester 2017

ACC 713 "Rechnungslegung und Desinvestitionen"

Vorbemerkung

In jüngerer Vergangenheit war in Deutschland eine wachsende Zahl von Desinvestitionsvorhaben zu beobachten. So kam es 2013 bei Siemens zu einer Abspaltung mit anschließendem Börsengang von OSRAM, der ehemaligen Siemens-Lichtsparte, 2015 brachte Bayer die ausgegliederte Tochter Covestro an die Börse und in 2016 haben die Energieunternehmen RWE und E-On ihre abgespaltenen Unternehmensteile innogy bzw. Uniper am Finanzmarkt platziert. Auch international spielen Devestitionsstrategien eine wichtige Rolle. Bekannte Spin-offs umfassten in 2015 beispielsweise die Abspaltung von PayPal aus dem eBay Konzern, die Aufspaltung von Hewlett-Packard, sowie die Ausgliederung von Ferrari aus der Fiat Gruppe.

De-Mergers & Divestments spielen im Rahmen von Unternehmensrestrukturierungen eine bedeutsame Rolle zur Anpassung an sich ändernde Umweltbedingungen. Sie dienen neben der Fokussierung auf das Kerngeschäft insbesondere der Vermeidung negativer Skalen- und Verbundeffekte und verfolgen das Ziel Wertpotentiale zu heben. Unternehmensentflechtungen können allerdings auch regulatorisch motiviert sein, bspw. um kartellrechtlichen Untersuchungen möglicher Monopolbildungen entgegenzuwirken. De-Mergers umfassen dabei eine Reihe unterschiedlicher Durchführungsformen, beispielsweise Buy-Outs, Equity-Carve-outs, Spin-offs und Split-offs. Im deutschen Rechtsraum sind bei der rechtlichen Gestaltung neben der Gründung mit anschließender Übertragung der auszugliedernden Gesellschaft zugehörigen Vermögenswerte und Verpflichtungen durch Einzelrechtsnachfolge (Asset-Deal) insbesondere die im Umwandlungsrecht geregelte Auf- und Abspaltung von Relevanz. Die Abbildung solcher Transaktionen im IFRS-Konzernabschluss der abgebenden sowie der abgehenden Gesellschaft sind mitunter außerordentlich komplex. Diese Komplexität manifestiert sich regelmäßig auch in den Untersuchungen der Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR), die seit dem 1.7.2005 die Rechnungslegung von Unternehmen prüft, die am regulierten Markt in Deutschland vertreten sind (Enforcement). So fand sich der Bereich der Bilanzierung von Unternehmenserwerben und –verkäufen sowie Goodwill in den vergangenen Jahren stets unter den häufigsten Fehlerfeststellungen und Beanstandungen der Prüfstelle

Im Rahmen des Blockseminars werden sich darüber hinaus Fachexperten aus Industrie und Wirtschaftsprüfung in einem Zwiegespräch gegenüberstehen und die Herausforderungen der Rechnungslegung in der Praxis - vor dem Hintergrund der Informationsanforderungen des Kapitalmarktes als auch der Normendurchsetzer - diskutieren. So ist im HWS 2015 bspw. Herr Dr. Oliver Beyhs, Partner bei KPMG in Berlin, im Rahmen eines Impulsvortrags auf die aktuellen Herausforderungen im Bereich "Rechnungslegung und Kapitalmarkt" aus Unternehmenssicht eingangen und hat die einzelnen Seminarvorträge in der Diskussion jeweils mit der Sicht der Unternehmenspraxis bereichert.

Anmeldung

Verbindliche Anmeldungen zum Seminar geben Sie entweder während den Öffnungszeiten im Sekretariat ab oder übersenden diese per Opens window for sending emailE-Mail. Das Anmeldeformular steht Ihnen auf der Seitenleiste zum Download zur Verfügung. Die Zulassung ist begrenzt auf insgesamt maximal 12 Teilnehmer. Die Zuteilung zu den Themen erfolgt basierend auf den angegebenen Präferenzen nach dem Windhundprinzip.

Bitte beachten Sie: Die Anmeldefrist für das Seminar im HWS 2017 läuft bis zum 13.03.2017 für beide Bearbeitungszeiträume.